Das ”Fernbehandeln”, Geistiges Heilen auf größere Distanz, ist in einer internationalen Studie erforscht worden. Die Ergebnisse sollen Ende 2005 veröffentlicht werden. 400 Schwerkranke, denen mit
schulmedizinischen Mitteln nicht zu helfen ist, wurden sechs Monate lang von 400 Geistheilern aus 21 Ländern Europas “fernbehandelt”. Die Patienten leiden am “Chronischen Müdigkeitssyndrom” (CFS) oder einer “Mehrfachen Chemikalien-Unverträglichkeit” (MCS), zwei der belastendsten Krankheiten überhaupt. (Betroffene sehen ihre Lebensqualität noch stärker eingeschränkt als Krebs- und Schmerzpatienten.) Insgesamt waren für Vorbereitung, Behandlung, Beobachtung und Auswertung drei Jahre vorgesehen.
An der Studie beteiligten sich Universitäten in Deutschland, der Schweiz, Großbritannien und Island, außerdem Ärzte von zahlreichen deutschen und österreichischen Kliniken sowie weiteren medizinischen Einrichtungen. Die Studie war ”dreifachblind” angelegt: Weder die beteiligten Patienten noch ihre Ärzte, ebensowenig aber auch die auswertenden Wisenschaftler, wer fernbehandelt wurde und wer nicht. Persönliche Kontakte zwischen Heilern und Patienten sind ausgeschlossen: Die Heiler
erhielten lediglich Porträtfotos und die Vornamen der Personen, die sie betreuen sollen, sowie allgemeine Informationen über die Krankheitsbilder, ohne weitere Angaben. Auf diese Weise wurden ”Placebo-Effekte” kontrolliert. Den Anstoß dazu gab eine von Harald Wiesendanger 1998 durchgeführte Pilotstudie, an der 55 Heiler aus sieben europäischen Ländern sowie 120 chronisch Kranke mit unterschiedlichen Diagnosen beteiligt waren; sie hatte signifikante Besserungen
gezeigt. Dokumentiert wurde dieser 20wöchige Fernheil-Test, an dem ein zehnköpfiges Team von Ärzten und Psychologen mitwirkte, in dem Sachbuch Heilen ohne Grenzen (1999).
Die Ergebnisse sollen Ende 2005 veröffentlicht werden. Ein längeres Kapitel über die EUHEALS-Studie enthält das Buch Fernheilen, Band 2. |