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| Kurz gesagt | Auf dem alternativen Gesundheitsmarkt boomt Geistiges Heilen mehr denn je. Weit ĂŒber zehntausend Anbieter werben in Deutschland mittlerweile um notleidende Kundschaft. Ihren Versprechen erliegen jĂ€hrlich Hunderttausende von chronisch Kranken. Hunderte von Heilerschulen verdienen an der Serienproduktion von "ausgebildetem" Nachwuchs, mehrere Heilervereine statten
ihre zahlenden Mitglieder mit werbetrĂ€chtigen Urkunden aus ("geprĂŒft", "anerkannt", "zertifiziert"). Doch wieviele "Heiler" halten, was ihr Name verspricht? Mit dem enormen Zuwachs an QuantitĂ€t, den die Heilerszene seit der Esoterikwelle erlebt, ging ein dramatischer QualitĂ€tsverfall einher: Inzwischen ĂŒberwiegen aufrichtig bemĂŒhte Dilettanten: unerfahrene, mĂ€Ăig begabte, sich selbst ĂŒberschĂ€tzende Möchtegerns, die mit wolkiger
Esoterik, mit dubiosen Titeln und Diplomen wettzumachen versuchen, was ihnen an therapeutischer BefĂ€higung abgeht. Sie enttĂ€uschen und gefĂ€hrden unzĂ€hlige Kranke, die bei ihnen arglos Hilfe suchen. Und letztlich verspielen sie die Zukunft einer faszinierenden, vielversprechenden Therapieform. Das Elend der heutigen Heilerszene, seine Ursachen und Folgen, analysiert Harald Wiesendanger, Autor von 17 SachbĂŒchern ĂŒber Geistiges Heilen, in dieser provokativen Schrift. Mit deutlichen
Worten prangert er Fehlentwicklungen und MissstĂ€nde an. Er zeigt Hilfesuchenden auf, wie sie die raren Könner ausfindig machen - und sich Begegnungen mit MittelmaĂ und Scharlatanen ersparen. âEiner Geistheilungâ, sagt er, âbedarf seit lĂ€ngerem zuallererst die Heilerszene selbst.â | 
| Inhaltsangabe | Vorwort Geistiges Heilen - eine echte Chance Experte in Not LĂ€ngst beantwortet? Der Steckbrief des Scharlatans Fehlschluss vom Heilen auf Heiler Auf zum âgeprĂŒftenâ Heiler?
Sensorium fĂŒr âHeilkrĂ€fteâ? PrĂŒfungsstoff verzweifelt gesucht Schleichender Niedergang - Eine Kurzgeschichte der Heilerbewegung Aus Karlsruhe grĂŒĂt Pyrrhus Magisches Dreieck der Geldvermehrung Am besten zum âausgebildetenâ Heiler? Goldgrube Heilerschule: Wie Ausbilder Kasse machen Wie âprĂŒfenâ Heilerschulen ihre Absolventen?
Zur Goldenen Nase: So grĂŒnden Sie eine Heilerschule Vereinsmeier auf dem Vormarsch - Sind Verbandsmitglieder die besseren Heiler? Zum Beispiel: Wie wird man âAnerkannter Heilerâ? Der Anutrof-Dreh - Doppelpass im Dream Team: Wie trickreich Schulen und Vereine zusammenspielen Der kurze Weg zum groĂen Heiler - Reich, mĂ€chtig und berĂŒhmt in 15 Schritten
Kannst du fliegen? âHeilkraftâ messen? Die Strategie des kritischen Suchens Die Strategie des Helfenlassens - durch die âInternationale Vermittlungsstelle fĂŒr herausragende Heilerâ (IVH) Zu einseitig? Anmerkungen
Anhang Medien-Echo auf die IVH
Die IVH im Urteil von Hilfesuchenden Heiler ĂŒber die IVH Weitere Stimmen Die 10 Phasen des deutschen Heilerwesens - Eine wechselvolle Geschichte mit offenem Ausgang Heiler bewerten: notwendig und möglich. Interview mit der Zeitschrift Die Andere RealitĂ€t (in AuszĂŒgen)
Geistiges Heilen in Deutschland: ein Vier-Milliarden-Business Damit Sie mit âWunderheilernâ kein blaues Wunder erleben - 11 Goldene Regeln fĂŒr Hilfesuchende Literaturhinweise Ăber den Autor
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| Leseprobe | âIn den zurĂŒckliegenden vierzig Jahren hat sich das Heilerwesen, unter dem Einfluss der Esoterikwelle, dramatisch gewandelt. Zuvor waren in Deutschland vermutlich nur wenige hundert Geistheiler tĂ€tig, neben Besprechern und ein paar Exorzisten vor allem christliche Handaufleger und Gebetsheiler. Es ĂŒberwogen schlichte, bodenstĂ€ndige GemĂŒter mit geringer Bildung aus mittleren und unteren sozialen Schichten; die meisten
wirkten zurĂŒckgezogen in lĂ€ndlicher Gegend, und sie halfen vornehmlich aus innerer Berufung. Vollprofis fanden sich kaum darunter: Die meisten ĂŒbten Geistiges Heilen nebenbei aus, an Feierabenden und Wochenenden - nicht in regelrechten "Praxen", sondern in Wohnzimmern und KĂŒchen; ihren Lebensunterhalt sicherten sie anderweitig. Kommerziell insofern nicht von Heilerhonoraren abhĂ€ngig, arbeiteten sie vorwiegend unentgeltlich, allenfalls Spenden wurden angenommen. Da Geistheilung
selten ein GeschĂ€ft war, wurde kaum je Werbung dafĂŒr getrieben; ihren Heiler fanden Hilfesuchende ĂŒberwiegend durch Mundpropaganda, auf Empfehlung von Verwandten und Kollegen, Freunden und Bekannten. Unter solchen UmstĂ€nden hielten sich Heiler nur, wenn sie in bemerkenswert vielen FĂ€llen tatsĂ€chlich etwas therapeutisch AuĂergewöhnliches, aus Ă€rztlicher Sicht Unerwartetes zustande brachten; andernfalls blieben ihre Stuben leer. (Kein Markt selektiert hĂ€rter als einer, der auf
mĂŒndlich kolportierten "Geheimtipps" beruht, in denen Konsumenten ihre persönlichen Erfahrungen mit gewissen Produkten weitergeben.) Daher ĂŒberwogen Heiler mit jahre-, oft jahrzehntelanger Erfahrung. (...) Doch dieser Heilertypus ist im Aussterben begriffen. Seit den sechziger Jahren, als die Esoterikwelle ĂŒber die alternative Gesundheitskultur des Westens hereinzubrechen begann, ist die Zahl der haupt- oder nebenberuflichen Geistheiler in Deutschland zwar auf weit ĂŒber
10'000 angeschwollen - diejenigen eingerechnet, die zumindest eine Grundausbildung wie z.B. einen der beiden ersten Reiki-Grade absolviert haben, sogar auf mehrere Hunderttausend. Doch deutlich ĂŒber neunzig Prozent dieser Heiler verkörpern inzwischen, auf einem zunehmend kommerzialisierten Markt, einen radikal anderen Therapeutentyp. Ăberdurchschnittlich viele relativ junge Leute sind darunter, aus der Altersklasse zwischen zwanzig und vierzig, entlassen oder ausgestiegen aus bisherigen
Berufen und kaputten Beziehungen - UnausgefĂŒllte, Vereinsamte und Frustrierte, von Selbstzweifeln und Sinnkrisen GeschĂŒttelte, neuen Halt, Orientierung und Einkommen Suchende. Ihre Berufung entdeckten sie in Begegnungen mit "Hellsichtigen", Medien, Astrologen, "spirituellen Weisheitslehrern", Bhagwans oder anderen respektierten AutoritĂ€ten der Esoterikszene, in Kursen und Workshops, an MessestĂ€nden, in Literaturstudien, auf ausgedehnten Selbstfindungstrips zu den
sĂŒĂlich durchrĂ€ucherten Szenetempeln im GroĂstadtdschungel oder zu Ashrams und anderen exotischen Retreats in der Dritten Welt. Traditionellen Heilern wurde ihre FĂ€higkeit zuteil - esoterische erlernen sie, Ă€hnlich wie die Kunst des Deutens von Horoskopen oder Tarotkarten. Um ihre Ausbildung kĂŒmmern sich hierzulande inzwischen mehrere hundert private Schulen, zumeist Ein-Mann/Frau-"Institute"; weil angeblich "in uns allen ein Heiler steckt", befördern sie
jedermann, der die verlangten GebĂŒhren bezahlt, im Schnelldurchlauf zu "Heilern" - manchmal schon an einem einzigen Wochenende, zumeist nach höchstens einem Dutzend Kurstagen. "Der Film", meinte Alfred Hitchcock einmal, "ist vielleicht die einzige Branche, in der sich mancher als Meister fĂŒhlt, bevor seine Lehrzeit ĂŒberhaupt begonnen hat." Mit der westlichen Heilerszene war er offensichtlich nicht
vertraut. Derart "ausgebildet", bemĂŒhen sich immer mehr Absolventen gleich anschlieĂend darum, auf der Geistheilerei eine neue berufliche Existenz aufbauen; das erfordert feste HonorarsĂ€tze - deren mitterweile branchenĂŒbliche, durch Verbands"richtlinien" abgesegnete Höhe schon manchen niedergelassenen Arzt oder Psychotherapeuten
vor Neid erblassen lĂ€sst - und eine Eigenvermarktung, die hinlĂ€nglich viele Kunden lockt. Und so schaltet der neue Heilertypus vielversprechende Inserate, lĂ€sst imposante Visitenkarten, Flyer und ImagebroschĂŒren drucken, prĂ€sentiert sich auf Esoterikmessen und im Internet, biedert sich Journalisten an. Und er legt Wert auf Vermittlungsdienste, werbetrĂ€chtige Titel und Diplome. Die sind mittlerweile leicht zu ergattern, zumindest fĂŒr Zahlungswillige: Die meisten Heilerschulen bieten
ihren Absolventen solchen Service, ebenso wie die Info-Dienste und PrĂŒfungskommissionen etlicher Heilervereine ihren zahlenden Mitgliedern - eine Hand wĂ€scht die andere. In Ermangelung zuverlĂ€ssiger Testmethoden, ob einer wirklich heilen kann, erwĂ€chst daraus die Gefahr eines monströsen, flĂ€chendeckenden Etikettenschwindels, den ein paar Insider durchschauen mögen, aber wohl kaum der typische Hilfesuchende. Das Risiko, an unerfahrene, mĂ€Ăig begabte, sich selbst ĂŒberschĂ€tzende
Möchtegerns zu geraten, war fĂŒr Menschen, die sich auf Geistiges Heilen einlassen möchten, noch nie gröĂer als heute - die Chance, Könner anzutreffen, entsprechend gering. Inzwischen ĂŒberwiegen aufrichtig bemĂŒhte Dilettanten, die ein warmherzig pulsierendes Beinahenichts mit spiritualistischen Girlanden umkrĂ€nzen. Ausgesprochen tragisch ist diese Fehlentwicklung nicht nur fĂŒr den Kranken, der Hilfe sucht, sondern letztlich auch fĂŒr das Geistige Heilen als Therapieform:
Einerseits fanden Anwender noch nie eine liberalere Rechtslage vor; noch nie zeigten sich mehr Ărzte bereit, Heiler in ihre Praxen und Kliniken einzubeziehen, und sich ihre Vorgehensweisen zu eigen zu machen; noch nie richteten mehr Wissenschaftler Forschungsprojekte darauf; noch nie waren Massenmedien eher bereit, dafĂŒr Druckseiten und SendeplĂ€tze freizurĂ€umen. Dass ausgerechnet jetzt das unzweifelhafte Potential Geistigen Heilens von einer unheiligen Allianz aus esoterischen
Nebelwerfern und geschĂ€ftstĂŒchtigen Cleverles, Wichtigtuern und Wirrköpfen, AnfĂ€ngern und Beihelfern verschĂŒttet wird, ist traurig - und fĂŒr Hilfesuchende fatal. Einer Geistheilung bedarf seit lĂ€ngerem zuallererst die Heilerszene selbst.â
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| Medien-Echo | Ărzte Zeitung (23.10.2008): âIn seinem Werk "Heilen âHeilerâ?" (...) zieht Wiesendanger eine vorlĂ€ufige Bilanz seiner rund 20jĂ€hrigen Recherche in der esoterischen Heilerszene. Vor allem tritt er an, die Spreu vom Weizen zu trennen. Wie viele "Heiler" halten, was ihr Name verspricht? Die Grundthese des Autors: Mit dem enormen Zuwachs, den die Heilerszene seit der Esoterikwelle im letzten
Drittel des 20. Jahrhunderts erlebte, ging ein dramatischer QualitĂ€tsverfall einher. "Inzwischen ĂŒberwiegen aufrichtig bemĂŒhte Dilettanten: unerfahrene, mĂ€Ăig begabte, sich selbst ĂŒberschĂ€tzende Möchtegerns, die mit wolkiger Esoterik, mit dubiosen Titeln und Diplomen wettzumachen versuchen, was ihnen an therapeutischer BefĂ€higung abgeht. Teil dieser Entwicklung sind Hunderte von Heilerschulen, die den Nachwuchs "ausbilden" und mit Diplomen versorgen. Sie verdienen
ebenso am Boom der Szene wie Heilervereine, die ihren zahlenden Mitgliedern werbetrĂ€chtige Urkunden ausstatten mit Attributen wie "geprĂŒft", "anerkannt" oder "zertifiziert". Wiesendanger macht deutlich, dass es im alternativen Gesundheitsmarkt auĂer vielen schwarzen Schafen auch ernsthafte Heiler gibt, die diesen Namen verdienen. Hilfesuchenden zeigt er auf, wie sie die raren Könner ausfindig machen und sich Begegnungen mit mittelmĂ€Ăigen Heilern und
Scharlatanen ersparen. "Einer Geistheilung", so sein Fazit, "bedarf seit lĂ€ngerem zuallererst die Heilerszene selbst." Den vollstĂ€ndigen Artikel der ĂRZTE ZEITUNG finden Sie hier.
WDR-Homepage und -Videotext (16.-23.4.2008). âDer Ratgeber liefert einen Ăberblick ĂŒber den aktuellen Zustand der deutschen Heilerszene.â
SĂŒddeutsche Zeitung 12. Mai 2007:
âDer Boom des Geistigen Heilens ist selbst dem Spiritus rector der deutschen Geistheilerszene nicht ganz geheuer. So beobachtet Harald Wiesendanger einen bestĂŒrzenden QualitĂ€tsverfall. (...) Seine IVH hat sich zum Ziel gesetzt, wirkliche Könner ausfindig zu machen.â
Matrix 3000 Nr. 48 (Nov/Dez 2008): âDr. Harald Wiesendanger (...) gilt mit 17 SachbĂŒchern ĂŒber Geistiges Heilen als Experte fĂŒr diese umstrittene
Therapieform. (...) Sein neuestes Werk âHeilen âHeilerâ?â gibt den Lesern eine Entscheidungshilfe an die Hand. Es zeigt auf, dass sich enorm viele Menschen um den vier Milliarden schweren Kuchen âGeistiges Heilenâ streiten und dass hier lĂ€ngst nicht alles Gold ist, was glĂ€nzt. Es zeigt aber auch auf, dass man ĂŒber âgeistige Heilerâ Hilfe erlangen kann. Ein Buch, das dem Untertitel âWegweiser fĂŒr Hilfesuchendeâ gerecht wird. Es gibt den Lesern praktische
Hilfestellung. Ein Buch, das sich wohltuend abhebt von den Verteufelungen oder den VerklĂ€rungen, die man gerade bei diesem Thema oft findet.â
Wendezeit 4/2008: âEin Insider warnt: Aus der Esoterikszene drĂ€ngt eine Flut von Laienbehandlern ins alternative Gesundheitswesen.â
Raum & Zeit 151/2008: âDieser Ratgeber bietet die nötige Orientierung.â
Verlagsgruppe Random House
/Lektorat Goldmann: âEin verdienstvolles Buch.â
Visionen (Inge Hasswani, Redaktion): "Der Verfallsprozess, der bereits vor 10, 12 Jahren in der "Esoterikszene" evident wurde, greift inzwischen auf den ganzen Bereich der Therapie und Heilung, wie auch der SpiritualitĂ€t, ĂŒber und weicht durch Beliebigkeit und Orientierungslosigkeit Definitionen und MaĂstĂ€be auf. Was heute nicht alles als
"spirituell" gilt! Und ebenso: Was sich heute alles als Heiler bezeichnet! So wie das Wort "esoterisch" durch Verzerrung und VerwĂ€sserung in Verruf geraten ist, kommt bald auch das Wort "spirituell" in Misskredit. Was das Reden darĂŒber erschwert. Da tut permanent wiederholte AufklĂ€rung not."
Provokant 1/08: âFĂŒr Patienten, die bei Geistigen Heilern eine Chance suchen, gesund zu werden (...), sind
dumme Voreingenommenheiten wie akademische Dispute gleichermaĂen ohne Belang. FĂŒr sie zĂ€hlt: âWer heilt, hat Recht!â Dabei ist es fĂŒr sie jedoch oft ĂŒberlebensnotwendig, die richtigen und nicht die falschen Heiler zu finden. Seit mehr als 15 Jahren befasst sich der Philosoph und Psychologe Dr. Harald Wiesendanger mit dem Geistigen Heilen und mit den Methoden, auf diesem Gebiet die Spreu vom Weizen zu trennen. (...) Sein neuestes Buch mit dem Titel âHeilen âHeilerâ?â widmet sich kritisch resĂŒmierend dieser Thematik.â
Spirituelle Hilfe, Mainz: ââHeilen Heiler?â erhellt provokant die Heilerszene.â
Körper, Geist & Seele (KGS), Juli 2008: âWĂ€re Harald Wiesendanger nicht unbestritten ein versierter Kenner der esoterischen Heilerszene, könnte man ihn fĂŒr einen notorischen Miesmacher halten. In seinem neuen Buch Heilen âHeilerâ? beschreibt er mit zum Teil beiĂenden Sarkasmus eine Entwicklung, die eher bestĂŒrzt als belustigt: Es geht um die Flut der Heilungsangebote, die aus der Esoterikszene ins deutsche Gesundheitswesen drĂ€ngt und deren QualitĂ€t in vielen FĂ€llen mehr als fraglich ist. Ihm geht es darum, den Not leidenden Patienten aufzuklĂ€ren ĂŒber Erscheinungsformen, Ursachen und Folgen dieses Booms, seine NutznieĂer und leider auch - seine Opfer. Das Buch gibt Hinweise, worauf man bei der Suche nach einem guten Heiler achten sollte, um nicht an einen der zahlreichen âMöchtegerneâ oder kaltblĂŒtigen Abzocker zu geraten. Harald Wiesendanger will jedoch nicht nur anklagen, sondern eher dabei helfen, die wirklich guten Heiler zu finden. In ĂŒber 20-jĂ€hriger Recherche und Mitarbeit an wissenschaftlichen Studien ist neben 17 SachbĂŒchern zum Thema Geistiges Heilen auch die âInternationale Vermittlungsstelle fĂŒr herausragende Heilerâ (IVH) entstanden.â
Nexus Magazin 17 / Juni-Juli 2008 (Thomas Kirschner, Redaktionsleitung.): Der Autor dieses Buches kennt die âHeiler-Szene" wahrscheinlich so gut wie kein anderer. Harald Wiesendanger hat zum Thema Geistiges Heilen im Laufe der Jahre nicht weniger als 17 SachbĂŒcher veröffentlicht, er schrieb
hunderte von Hintergrundberichten und ist Mitveranstalter der Internationalen âPsi-Tage" in Basel. Wenn ein solcher Kenner der Szene bescheinigt, âvon innen her verfault" zu sein, so wiegt dieser Vorwurf sicherlich viel schwerer, als wenn ihn ein anderer ausgesprochen hĂ€tte, der weniger involviert in diesen Bereich ist. Aus eigener Erfahrung möchte ich auĂerdem hinzufĂŒgen, dass ich in den Analysen Wiesendangers die Wirklichkeit genau getroffen wiedererkenne. âReiki,
Prana-Heilen und Neoschamanismus haben sich dabei als die drei dicksten NĂ€gel im Sarg des traditionellen Heilers erwiesen", schreibt er und bestĂ€tigt mir meine eigenen Beobachtungen ĂŒber die grenzenlose NaivitĂ€t vieler Menschen. Wiesendanger zeigt in diesem Buch, wie Heiler bzw. diejenigen, die sich dafĂŒr halten, sich in einem Netzwerk fragwĂŒrdiger âAusbildungen" gegenseitig Zertifikate verleihen und dann BerufsverbĂ€nde grĂŒnden, die auch wieder nur den Zweck haben, ihren
Mitgliedern und der AuĂenwelt eine SeriositĂ€t vorzuspiegeln, die letztlich kaum ĂŒberprĂŒfbar ist. Seine Formel âReich, mĂ€chtig und berĂŒhmt in 15 Schritten" trifft den Nagel auf den Kopf. Im Kapitel âGeistiges Heilen in Deutschland: Ein Vier-Milliarden-Business" zeigt Wiesendanger auf, dass sich die Halbwelt der Heiler und derer, die in fragwĂŒrdigen, aber definitiv teuren Seminaren die Teilnehmer zu Heilern ausbilden, eine goldene Nase verdient â ganz unabhĂ€ngig davon,
ob der Heiler auch wirklich das leistet, was ihm bescheinigt wird. Ich bin also geneigt, dieses kleine Buch jedem zu empfehlen, der dazu neigt, sich bei den vielen unvermeidlichen Problemen des Lebens immer gleich den Rat und die Hilfe solcher selbsternannter âLichtarbeiter" einzuholen. Oftmals, wĂŒrde ich denken, wĂ€re das Geld, das man zu ihnen trĂ€gt, eigentlich besser bei dem aufgehoben, der die Hilfe so dringend sucht, und ich frage mich auĂerdem, ob nicht der Heiler selbst
sehr schnell zum Problemfall verkommen wĂŒrde, wenn die stĂ€ndigen Zahlungen seiner notleidenden Klienten einmal ausbleiben wĂŒrden. Die Attraktion, Heiler zu werden, scheint vor allem fĂŒr diejenigen groĂ zu sein, die es in anderen Berufsfeldern zu nichts gebracht haben. (...)
Spuren Nr. 89 / Herbst 2008: Im ersten Teil dieses Buches bilanziert der Autor ausfĂŒhrlich, wie sich die heutige, bekanntlich inflationĂ€re Geistheiler-Szene
entwickelt hat, eine Szene, die zuallererst selbst einer Geistheilung bedĂŒrfte. Zeitweise wirken die AusfĂŒhrungen des durch und durch versierten Autors fast wie eine Lachnummer, und dies trotz der Ernsthaftigkeit des Themas. Zitat: âTraditionelle Heiler lieĂen Taten sprechen, esoterische - Sternzeichen Vage, Aszendent GroĂer Nebel - versuchen, hinter spiritualistischem Verbalgewölk und neophysikalischem Kauderwelsch zu verhĂŒllen, was ihren Taten abgeht.â Der Wildwuchs in
der Heilerszene ist kaum mehr zu ĂŒberblicken, und eine ĂberprĂŒfbarkeit der Heilversprechen gestaltet sich Ă€uĂerst schwierig. Im letzten Drittel seines Buches zeigt der Autor dann endlich, wie eine kĂŒrzlich ins Leben gerufene Vermittlungsstelle fĂ€higer Heiler funktioniert, und nach welchen Kriterien ein kranker Mensch doch noch einen guten Heiler finden kann.â | 
| | Leserstimmen | âKönnte nicht besser geschrieben sein. Ein entlarvender Zustandsbericht ĂŒber die heutige Heilerszene!â (Sepp H., DĂŒsseldorf)
âFinde ich sehr interessant. Mit
den dubiosen Praktiken der Spiri-Eso- und Heilerszene habe ich leider schon Bekanntschaft gemacht. Intuitiv habe ich deren Angebote ausgeschlagen, nachdem ich auf meine Fragen von "Heilern" Antworten bekam, die mich eher traurig machten. Trotzdem wusste ich immer tief in meinem Herzen, dass es wie in jedem Metier neben Dilettanten auch Könner gibt. Also ging ich wieder in mich zurĂŒck und dachte: So eine heilige und edle Angelegenheit darfst du nicht forcieren; wenn es sein soll,
wirst du eines Tages einen zu dir passenden Heiler finden. Und so kam es, dass ich bei der Recherche nach einem homöopathischen Mittel irgendwie auf Ihre Internetseite kam. Und nun sitze ich hier und schreibe Ihnen diesen Brief. Das Leben kann ja doch noch Freude machen.â (Frank H., Kassel)
âIhr Buch habe ich mit Erschrecken gelesen! Ich bewundere Sie!â (Dr. Thomas D., Bad Wildungen)
Ăber das Buchkapitel âHeiler bewerten: notwendig und möglichâ
(Interview), s. auch das Online-Magazin Auswege Infos 6/08: âHerrn Wiesendanger danke ich fĂŒr das vorzĂŒgliche Interview. Ich habe mich sehr gefreut, dass er so klar und eindeutig in seinem "elitĂ€ren" Anspruch ist und dieses auch öffentlich vertritt. Ich halte dies fĂŒr sehr notwendig, und âreflektierteâ Therapeuten und Heiler haben damit auch kein
Problem! Es ist immer unbeliebt, wenn man deutlich Position bezieht und anhand von Kriterien urteilt.â Dipl.-Psych. Victoria S., Malsch âDer Artikel ĂŒber Diplome und Anerkennungen hat mir sehr gut gefallen. Aus der Schulmedizin kommend ist mir mehr als bewusst, dass man nach 3000 Euro GebĂŒhr und einem Wochenendkurs mit Zertifikat noch lange kein Spezialist oder guter Therapeut ist.â Dr. med. Axel F., Northeim, Facharzt fĂŒr AnĂ€sthesie, Rettungsmedizin, Intensivmedizin
âDie Argumentation finden wir hervorragend, mit groĂer Klarheit und Tiefgang. Es hat uns beiden viel gebracht. Danke!â Dr. med. Dorothea F. & Dr. med. Manfred F., Waldbrunn |
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