Empfindungen - und die
begleitende Hautreaktion - allein durch die normale Wärmeabstrahlung seiner Hand hervorgerufen werden könnten, wie ein Skeptiker zuallererst unterstellen würde. D. wollte Klarheit. Daher machte er sich auf die Suche nach Experten, die Art und Ausmaß des Wärmephänomens wissenschaftlich objektiv feststellen konnten, durch den Einsatz von speziellen Meßgeräten. Solche Experten fand er schließlich bei der Frankfurter Firma FLIR-Systems GmbH. Sie vertreibt seit kurzem eine hochempfindliche
Infrarotkamera vom Typ “ThermalCAM SC 2000”, die Wärmeveränderungen noch in über einem Meter Entfernung erfassen kann, und zwar mit einer thermischen Auflösung von weniger als einem Zehntel Grad. (Für Fachleute: Die optische Auflösung des Detektorfeldes beträgt 320 x 240 Bildpunkte, der Öffnungswinkel der verwendeten Optik liegt bei 24 Grad.) Eine eigens entwickelte Software “ThermaCAM Researcher 2000” ermöglicht es, die Kameraaufnahmen in eindrucksvollen Farbbildern darzustellen und über
Microsoft Word 97 auszudrucken. Am 7. April 2000 bekam D. Besuch von einem Mitarbeiter dieser Firma, mit der gesamten Kameraausrüstung im Gepäck. Als Versuchspersonen wählte der Fachmann drei Patienten aus, die zufällig am selben Tag Termine bei D. hatten: eine Frau mittleren Alters, die seit einem Autounfall zwei Jahre zuvor an einem unerträglichen Gesichtsschmerz litt, vergleichbar einer Trigeminusneuralgie; eine Studentin aus Bamberg, der seit Beginn der Pubertät eine hartnäckige Akne
zu schaffen machte, gegen die alle ärztlichen Therapieversuche machtlos geblieben waren; und eine Patientin aus Bosnien, bei der ein besonders heimtückischer Krebs ausgebrochen war, seit sie miterleben mußte, wie während des Jugoslawienkriegs ihr Mann und dessen gesamte Familie ermordet wurde. Während D. die Drei geistig behandelte, lief die Infrarotkamera mit. Die medizinische Aufsicht übernahm die Ärztin Dr. med. Carolina Richter, die eigens für diesen Test aus Oberreute, Niederbayern,
angereist war. Die Aufnahmeentfernung zur Kamera betrug durchschnittlich 0,70 bis 1 Meter. Dabei entstanden eindrucksvollen Farbbilder.
Eingangs wurde die Wärmeabstrahlung von D.´s Händen gemessen, und zwar von dem Moment an, in dem er sich auf das Heilen konzentrierte. Schon dabei erlebten die anwesenden Fachleute eine erste Überraschung: In seinen Handinnenflächen stieg die gemessene Wärme sprunghaft auf ungewöhnlich hohe Werte an, sobald er zu heilen beabsichtigte. |