| Allzu viele Esoterik-Veranstaltungen hinterlassen beim aufmerksamen Beobachter den unguten Eindruck, sie würden vom Referenten als Gelegenheit mißverstanden, Applaus und Honorar für öffentliche Bedürfnisbefriedigung einzusammeln: dem Bedürfnis nach persönlicher Geltung und Wichtigkeit, nach atemloser Bewunderung und
blinder Gefolgschaft, nach exklusivem Erkenntnisbesitz und dessen zweifelsfreier Anerkennung. Dadurch verkommt, was als “Seminar” oder “Workshop” angekündigt war, gelegentlich zu einem religiösen Zeremoniell, dessen Teilnehmern zugemutet wird, sich als gläubige Gemeinde um einen selbstgeweihten Priester zu scharen - und dafür auch noch Eintritt zu zahlen. |