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Geistheilung im (Zerr-)Spiegel der Wissenschaft
Personen im Forschungsraster

Wer Geistiges Heilen wissenschaftlich erforschen will, hat es mit menschlichen Versuchsobjekten zu tun - mit Personen also, nicht bloß mit Dingen. Daraus erwächst eine Vielzahl von vertrackten methodischen Problemen. Denn wie müssten solche Experimente angelegt sein? Um nur vier Anforderungen herauszugreifen:

-  Menschen unterscheiden sich in ihrer Empfänglichkeit für Suggestionen, ihrer Glaubensbereitschaft und einer Vielzahl weiterer Psychologischer Merkmale, die geistiges Heilen selbst dann erfolgreich machen können, wenn nichts Paranormales dahintersteckt. Vielleicht bekommen Geistheiler einfach mit überdurchschnittlich vielen derartigen Leuten zu tun? Um diese Möglichkeit auszuschließen, benötigen wir sogenannte randomisierte Stichproben: zufällig zusammengestellt aus einer größeren Gruppe von Patienten, die in ihren Krankheitsbildern und anderen Merkmalen wie Alter, Geschlecht, Bildung oder Sozialstatus möglichst repräsentativ für die Gesamtbevölkerung sind. Und wir brauchen Kontrollgruppen von Kranken, deren Zusammensetzung weitestgehend der Gruppe der Behandelten entspricht - mit dem einzigen Unterschied, dass sie unbehandelt bleiben.

-  Von Fernheilungen abgesehen, ist der Heiler immer auch physisch präsent, während er behandelt. Mag sein, dass er dabei auch auf den Kranken wirkt, indem er ihm irgendwelche unsichtbaren Energien vermittelt; aber zugleich bietet er dem Behandelten unzählige sinnliche Eindrücke, die ebenfalls wirken könnten: Gesten, Mienenspiel, Stimme, Körperhaltung; seine «Ausstrahlung» als Persönlichkeit; subtile, größtenteils unterschwellige Hinweise auf Kompetenz oder Unsicherheit, Zuversicht oder Zögern; seine verbalen Äußerungen vor und während der Behandlung, die unweigerlich suggestiv sind. Wie filtern wir da den «reinen» Psi-Anteil heraus? Dazu müssten wir diese möglichen Einflüsse ausschalten. Und dazu bliebe uns nichts anderes übrig, als Heiler und Behandelte räumlich voneinander zu trennen - sie etwa in verschiedene Zimmer zu setzen oder durch eine Trennwand füreinander unsichtbar zu machen - und ihnen obendrein noch ein striktes Redeverbot aufzuerlegen.

- Was Untersuchungen mit Personen ferner enorm erschwert, ist ihr Bewusstsein. Ein Patient wird nicht bloß geistig behandelt - er weiß gewöhnlich auch, dass er es wird, und damit verbindet er zwangsläufig bestimmte Einstellungen, Erwartungen, Hoffnungen. Könnten Behandlungserfolge nicht größtenteils auf dieses Wissen, diese Überzeugungen zurückgehen - statt auf die Behandlung selbst? Also auf sogenannte «Placebo»-Effekte? Solche Effekte können wir nur ausschließen, wenn wir Experimente so anlegen, dass der Patient im ungewissen darüber bleibt, ob er behandelt wird oder nicht: in sogenannten «Blind-Studien».

- Doch auch solche Experimente genügen strenggenommen noch nicht, «geistige» Heilkräfte methodisch einwandfrei nachzuweisen. Denn nicht nur die Patienten, auch die Versuchsleiter könnten die Ergebnisse verfälschen - zum Beispiel durch eigene Vorurteile und Erwartungen, die unmerklich in die Planung, Durchführung und Auswertung der Experimente einfließen können. Um auch diesen Faktor auszuschließen, müssen wir Experimente «doppelblind» anlegen.
Damit hätten wir uns nun jenem hochgelobten Ideal angenähert, an dem sich schulmedizinische Forschung seit einem halben Jahrhundert vorrangig orientiert: der «randomisierten, placebo-kontrollierten Doppelblind-Studie».

Sind solche Studien bei Geistigem Heilen möglich? Durchaus, wie auf den vorangegangenen Webseiten dargelegt. Sind solche Studien nötig? Nochmals: ja. Denn mit ihrer Hilfe kann ein Geistheiler den Zweiflern unter Ärzten und Wissenschaftlern mit deren eigenen Mitteln beikommen: Er trifft sie damit nämlich in jenen Stellungen, hinter denen sie sich verbarrikadiert haben - anstatt sie bloß in esoterischen Wortnebel zu hüllen, in der trügerischen Hoffnung, sie dadurch auszuräuchern.

Aber sind solche Studien auch ausreichend? Zeigen sie genug? Wieviel sind die dabei ermittelten Ergebnisse letztlich wert?

Zuwenig, meine ich. Denn:

1. Um sie zu erzielen, sind wir gezwungen, uns von der tatsächlichen Behandlungssituation extrem zu entfernen. Wir müssen gerade diejenigen Faktoren ausblenden, welche die Praxis Geistigen Heilens wesentlich kennzeichnen: das Wissen der Beteiligten; die unmittelbare, auch sinnliche und emotionale Beziehung, die sie zueinander eingehen; und auch das, was abfällig «Suggestibilität» heißt, vielleicht aber nur ein unschönes Wort für eine meist unabdingbare Voraussetzung jeglichen Heilens ist: die Bereitschaft eines Kranken, sich vorbehaltlos zu öffnen, sich einzulassen, zu vertrauen und hinzuzulernen. Wenn «Doppelblind-Studien» uns nun keine oder bloß geringe Heileffekte zeigen - was sagt das darüber aus, ob und wie geistige Heilkräfte im Alltag wirken?

2. Mit der «Randomisierung» von Stichproben, der zufälligen Einteilung in Experimental- und Kontrollgruppen sowie der willkürlichen Zuordnung zu Heilern, wird zwangsläufig verzerrt, was in der Praxis geschieht. Denn hier finden Kranke ihre Heiler keineswegs im Losverfahren. (Über eine unergründliche, schicksalhafte Fügung, die sie manchmal zusammenzuführen scheint, braucht dabei nicht spekuliert zu werden.) Ob sich ein Patient einem bestimmten Heiler anvertraut, hängt - abgesehen von vorgefassten positiven Meinungen aufgrund von Lektüre und mündlichen Empfehlungen - insbesondere von seelischen Affinitäten ab. «Er war mir sympathisch», «Wir fanden von Anfang an einen Draht zueinander», «Irgendwie lagen wir auf derselben Wellenlänge»: solche Äußerungen höre ich häufig, wenn ich Patienten frage, wieso ihr erster Besuch bei einem Heiler nicht ihr letzter blieb - oder aber: «Er war mir von Anfang an suspekt», «Wir mochten uns einfach nicht», «Wir wurden nicht warm miteinander». Geistheilungen vollziehen sich in aller Regel auf einem Fundament gegenseitigen Sichmögens und Vertrauens. Wenn Tests mit randomisierten Stichproben ergebnislos verlaufen: Spricht dies nun für die Unfähigkeit der beteiligten Heiler und die Nichtexistenz der von ihm vermittelten Energien - oder eher für die Unfähigkeit von Wissenschaftlern, Testbedingungen zu schaffen, unter denen solche Energien fließen können?

3. Auch ein in wissenschaftlichem Sinne «ideales», placebo-kontrolliertes Doppelblind-Experiment bleibt unweigerlich mehrdeutig. Angenommen nämlich, es stellt sich dabei tatsächlich heraus, dass die Heilungsquoten in Experimental- und Kontrollgruppen unübersehbar voneinander abweichen - und das nicht nur einmal, sondern auch noch bei zehn, ja hundert Wiederholungen des Versuchs. Wäre damit die Existenz eines rein paranormalen Heilfaktors nachgewiesen - oder widerlegt, sofern sich keine Unterschiede ergeben? Nein. Nachgewiesen hätten wird dann einen merkwürdigen Effekt, der selbst in Abwesenheit aller bekannten möglichen Ursachen auftritt - aber nun wüssten wir immer noch nicht, was es eigentlich ist, das diesen Effekt hervorruft. Es steht uns natürlich frei, diesen unbekannten Kausalfaktor «Psi» zu taufen - oder, wenn wir im griechischen Alphabet lieber ein wenig früher beginnen wollen, «Alpha», «Beta», wie auch immer. Darüber hinaus dürften wir nun annehmen, dass dieses mysteriöse Etwas offenbar von bestimmten Menschen ausgeht oder durch sie vermittelt wird. Aber wie können wir jemals sicher sein, dass es wirklich «Geistiges Heilen» war, das letztlich zu den festgestellten Effekten führte? Dazu müssten wir alle anderen denkbaren logischen Möglichkeiten ausschließen. Doch das können wir nicht. Denn:

• Könnten nicht Psi-Fähigkeiten des Versuchsleiters mitspielen? (Er mag, hellsichtig oder präkognitiv, genau die «richtigen» Stichproben von Patienten zusammengestellt und psychokinetisch beeinflusst haben.)

• Und/oder Psi-Fähigkeiten der beteiligten Patienten? (Ihr präkognitives Wissen um den Testausgang könnte eben diesen Ausgang paranormal herbeigeführt haben - etwa indem es selektiv Selbstheilungsprozesse in Gang setzte bzw. hemmte.)

• Und/oder anderweitige Psi-Fähigkeiten des Heilers? (Könnte er die «negative» Kraft besitzen, natürliche Selbstheilungsprozesse in der Kontrollgruppe zu verlangsamen oder gar zu blockieren?)

•  Und/oder unterschätzte äußere Mächte, die aus undurchsichtigen Motiven in wissenschaftliche Experimente hineinpfuschen: sei es Gott oder Satan, seien es Engel oder Dämonen, Außerirdische oder Zeitreisende aus der Zukunft?

• Und/oder Psi-Fähigkeiten sonstiger am Experiment beteiligter Per-
sonen?

Als rein hypothetisch lassen sich solche Spekulationen keineswegs abtun, wie ein faszinierendes Experiment des amerikanischen Parapsychologen Gerry Solfvin von der John-F.-Kennedy-Universität in Orinda, Kalifornien, klarmacht.` Solfvin bat acht Studenten der Tiermedizin, ihm bei der Durchführung von «Tests zur Wirksamkeit von geistigen Heilbehandlungen bei kranken Mäusen» behilflich zu sein. Den Studenten wurde weisgemacht, Solfvin habe bereits eine Reihe von Pilotstudien mit einem berühmten, herausragend befähigten Heiler durchgeführt, die außerordentlich eindrucksvolle Resultate gezeitigt hätten. Nun wolle er diese Ergebnisse überprüfen. Jeder Student bekam die Verantwortung für jeweils einen Käfig mit zwölf Mäusen. Sechs dieser Mäuse, so wurde den Studenten mitgeteilt, sei ein Zehntel Milliliter einer Lösung eingeflößt worden, die Babesia Rodhani enthielt: Blutparasiten, die Malaria erzeugen. (Diese sechs Mäuse trugen gelbe Markierungen auf dem Fell, die übrigen schwarze.) Die andere Hälfte habe lediglich eine kleinere Menge verabreicht bekommen, von der nicht zu erwarten sei, dass sie zum Ausbruch der Krankheit führe. Der beteiligte Heiler, so wurde weiter erklärt, werde in den nächsten Tagen der Hälfte dieser Mäuse «geistige Fernheilenergie» übertragen. (Allerdings wussten die Studenten nicht, welche der Mäuse dafür vorgesehen waren.) Aufgabe jedes Studenten war es, «seine» Mäuse regelmäßig zu füttern, täglich zu wiegen und) jede Verhaltensauffälligkeit zu protokollieren, die auf die künstlich ausgelöste Erkrankung hindeuten könnte. Doch in Wahrheit war an dieser Studie kein Heiler beteiligt, und allen Mäusen war die gleiche Dosis des Parasiten verabreicht worden. Die Studenten selbst waren es, die im Mittelpunkt der Untersuchung standen.

Neun Tage später, bei Abschluss des Versuchs, waren die Mäuse der verschiedenen Untergruppen in stark unterschiedlicher Verfassung. Maßstab dafür war der Prozentsatz der zerstörten roten Blutzellen, durch eine Hämoanalyse vom Laborpersonal ermittelt, das ansonsten an der Studie unbeteiligt war. Jene Mäuse, die angeblich nur eine ungefährlich niedrige «Kontrolldosis» Babesia verabreicht bekommen hatten, waren im allgemeinen weniger parasitämisch als die anderen. (Als «Parasitämie» bezeichnen Mediziner das Vorhandensein von Parasiten im Blut.) Zu dieser Diskrepanz trug offenbar bei, dass die Studenten aufgrund der Fellmarkierungen zu wissen glaubten, welche Tiere erkranken mussten; entsprechend unterschiedlich erlebten und behandelten sie diese wohl.

Völlig «blind» waren die Studenten hingegen gegenüber dem Fernheilungsfaktor: Sie hatten keinerlei Angaben darüber erhalten, welche Mäuse auf Distanz geheilt werden sollten und welche nicht. Diese Einteilung hatte ein im übrigen unbeteiligter Wissenschaftler per Zufall vorgenommen. Trotzdem ging es am Ende jenen Mäusen aus ihrem Käfig deutlich besser, von denen sie vermuteten, dass sie «fernbehandelt» würden. Waren es letztlich sie selbst, die unbewusst «heilten» - möglicherweise auf psychokinetischem Weg, nachdem sie telepathisch Solfvins Einteilung aufgenommen hatten? Oder «heilte» der Wissenschaftler, der die fiktive Einteilung in fern- und unbehandelte Versuchstiere vorgenommen hatte - vielleicht mit den Studenten als paranormalen Mithelfern? Wenn aber vermeintlich «Unbeteiligte» Testergebnisse derart gravierend beeinflussen können - wie soll dann jemals experimentell ermittelt werden, welchen «objektiven» Anteil ein beteiligter Heiler an festgestellten Veränderungen hat?

Mit anderen Worten: Niemals kommen wir so weit, den rein «geistigen» Anteil fein säuberlich herauszufiltern, den ein Geistheiler beisteuert, wenn seine Behandlungen Erfolg haben. Immer bleibt eine kausale Unschärfe - vergleichbar dem Problem, ob vermeintliche «Erinnerungen an frühere Leben», selbst wenn sie überprüft und bestätigt wurden, Reinkarnation wirklich zweifelsfrei «beweisen».

4. Ist es überhaupt sinnvoll, die Effekte von therapeutischen Maßnahmen unabhängig von möglichen Placebo-Reaktionen einzuschätzen? Wie im dritten Kapitel betont wurde, spielen sie schließlich auch bei jeder schulmedizinischen Maßnahme mit: ob im Sprechzimmer eines Arztes oder im Krankenzimmer einer Klinik. Statt Placebo-Wirkungen auszuschalten, müssen Medizinforscher wohl eher endlich lernen, sie neu zu interpretieren: nicht als lästiges Störphänomen, das die Beurteilung der «wahren», der «eigentlichen» Wirkung von therapeutischen Mitteln und Maßnahmen erschwert - sondern als Ausdruck eines bisher kaum verstandenen, aber hochwirksamen körpereigenen Regulationssystems, das imstande ist, manchmal sogar eine vermeintlich «unheilbare» Krankheit zu heilen.

5. Zu jedem wissenschaftlichen Experiment gehört ein klar umrissenes «Design», das von vornherein Zeitpläne und Forschungsziele festlegt. Die Anforderung, diese Ziele innerhalb des gesteckten Zeitrahmens zu erreichen, setzt Versuchspersonen zwangsläufig unter Leistungsdruck. Immer läuft eine Uhr mit, werden Treffer und Nieten mitgezählt. Ein beteiligter Geistheiler weiß: Er wird geprüft, und dabei steht auch ein Teil seiner Glaubwürdigkeit auf dem Spiel. Innerhalb weniger Sekunden oder Minuten, bis zu einem Stoppsignal, muss er an einem vorgegebenen Zielobjekt unwahrscheinliche Veränderungen herbeiführen, oder er ist durchgefallen. Allein schon solche Vorgaben wirken kontraproduktiv; sie schaffen Bedingungen, unter denen sich geistige Heilkräfte, wie Psi-Fähigkeiten allgemein, nur schwer freisetzen lassen. Wie Parapsychologen immer wieder festgestellt haben, tritt ein psychokinetischer Effekt, eine hellsichtige oder telepathische Leistung um so seltener ein, je eifriger Versuchspersonen sie unbedingt zustande bringen wollen. Angestrengtes Bemühen und zielgerichtete Konzentration scheinen den «sechsten» Sinn zu blockieren. Die besten Ergebnisse werden in einem entspannten, von Leistungserwartungen freien Gemütszustand erzielt, in dem man die Ereignisse geschehen lässt, statt sie bewusst herbeizuwünschen.

6. Ein weiteres Hemmnis liegt darin, dass wissenschaftliche Tests und Experimente zwangsläufig künstliche, mehr oder minder wirklichkeitsferne Bedingungen schaffen. Im Vordergrund steht das Erreichen eines klar umrissenen, vorab festgelegten Ziels, innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne, mit keinen anderen als den ausdrücklich zugelassenen Mitteln. Dieser Rahmen ist Heilern fremd: Sie arbeiten nicht, um Dritten irgendwelche «Beweise» zu erbringen, sondern um bei ihrem Gegenüber, einem Patienten, echte Not zu lindern. Dabei folgen sie nie einem starren Plan, sondern entscheiden spontan, lassen sich von Intuitionen leiten. Fast alle empfinden wissenschaftliche Untersuchungen als langweilig, als für ihre Arbeit unerheblich - und im Grunde als vergeudete Zeit. Manche befürchten sogar, dass ein derart verschwenderischer Gebrauch ihrer Kräfte mit deren Nachlassen bestraft werden könnte. Mit anderen Worten: Wissenschaftliche Forschung demotiviert Geistheiler. Dies wiederum bleibt nicht ohne Auswirkungen auf ihre gemessene Leistungsfähigkeit.

Kurzum: Je methodisch sauberer ein Wissenschaftler Geistiges Heilen erforscht, desto mehr läuft er Gefahr, damit sein eigentliches Thema zu verfehlen. Nur von dreierlei kann er sich auf diesem Weg überzeugen:

1. Geistheilung gelingt manchmal selbst unter Bedingungen, unter denen alle bekannten «natürlichen» Ursachen ausgeschlossen sind.

2. Geistiges Heilen tut der großen Mehrheit der Behandelten gut: Es lindert ihre Beschwerden oder beseitigt sie gar, und es verbessert ihr Allgemeinbefinden deutlich - auch wenn unklar ist, wie es dazu kommt.

3. Geistiges Heilen hat keinerlei schädliche Nebenwirkungen - und ist vereinbar mit jeglichen Maßnahmen, die Schulmediziner für erforderlich erachten.

Wer mehr verlangt, fordert Unmögliches. Aber genügt das nicht? All das scheinen mir beste Gründe, Geistheiler hierzulande frei arbeiten zu lassen, statt sie strafrechtlich zu verfolgen. Wer sich trotzdem dagegen sperrt, schiebt wissenschaftlich-medizinische Einwände allzu oft bloß vor: als durchsichtige Alibis, eigene Vorurteile weiterzupflegen – und persönliche Interessen zu wahren, bei denen oft eher Macht und Profit im Spiel sind, als dass es um Erkenntnis und das Wohlergehen von Kranken geht.

Und noch etwas ignoriert wissenschaftliche Forschung geradezu zwangsläufig: den Unterschied zwischen «kurieren» und «heilen», zwischen «gesund» werden und «heil» werden. Denn das ist ein Wertunterschied, an dem wertfreie Wissenschaft vorbeiforschen muss. Ein Geistheiler mag daran scheitern, eine Erkrankung wie Krebs oder Aids zu beseitigen, zu lindern oder auch nur aufzuhalten - trotzdem kann sein Eingreifen dazu führen, dass ein Kranker in einem umfassenderen Sinn heil wird. Sein Patient kann lernen, sein Leiden anzunehmen, statt sich voller Panik gegen die fremde Bedrohung aufzubäumen. Er kann lernen, nicht bloß nach der Ursache, sondern auch nach der Bedeutung zu fragen. Er kann lernen, in Symptomen auch Zeichen zu sehen. Er kann lernen, sein Schicksal als Weg zu begreifen, statt nur als Unfall auf dem Weg. Und darin kann er schließlich inneren Frieden finden, sich freimachen von Angst und Kampf, von Verzweiflung und Verbitterung.

Dank der liebevollen Anteilnahme eines Heilers eine solche Veränderung durchzumachen, scheint wissenschaftlich unermesslich. Und doch bedeutet es für manchen Sterbenskranken womöglich die wichtigste Art von «Heilung». Die einzige, die ihm noch bleibt. Die einzige, die für ihn letztlich zählt. Er stirbt vielleicht, aller Bemühungen seines Heilers zum Trotz - aber er tut es mit einem entspannten Lächeln auf den Lippen.

 

Heilen “Heiler”?

Cover Heilen Geistheiler Wunderheiler?


 

”Ich wünschte,dieses Buch wäre mir früher in die Hände gefallen.”
Ida L., Weinheim
 

 

 


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